JGV Winsen (Luhe) e.V.

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Unser Zentralverband, der Jagdgebrauchshundverband e.V., hat zum Thema
"Zur Jagd den brauchbaren Hund" die folgenden Erklärungen verfaßt. In den weiteren Menüpunkten können Sie mehr zu unserem JGV Winsen lesen.

Welche Aufgaben haben Jagdgebrauchshunde?

Jagdgebrauchshunde haben zunächst die Aufgabe Wild zu suchen und zu finden sowie eine Begegnung zwischen Wild und Jäger herbeizuführen.
Nach der Schussabgabe suchen sie das beschossene Wild und tragen es dem Jäger zu oder führen den Jäger zum erlegten Wild.

Wieso ist der brauchbare Hund erforderlich?

Für die Nachsuche von verletzten Wildtieren wird zwingend der geprüfte brauchbare Jagdhund benötigt, um mögliches Leiden zu verkürzen. Nur mit verantwortungsvoll gezüchteten, sorgfältig ausgebildeten und geprüften Jagdhunden kann die Jagd waidgerecht und tierschutzgerecht ausgeübt werden!

Weshalb müssen Jagdhunde geprüft werden?

Um sicher zu stellen, dass nur geeignete Jagdhunde für die jeweiligen Aufgaben eingesetzt werden, müssen diese durch praxisnahe Prüfungen ihre Eignung nachweisen. Dabei werden ungeeignete Hunde schon im Vorfeld der Jagd erkannt. An krankem Wild ist der beste Hund gerade gut genug!

"Es besteht, auch aus Tierschutzgründen, Einigkeit darüber, dass brauchbare Jagdhunde für die waidgerechte Durchführung der Jagd unerlässlich sind."

                        Zitat Tierschutzbericht der Bundesregierung 2001

Warum sind Ausbildung und Einarbeitung der Jagdgebrauchshunde so wichtig?

Auch hervorragend veranlagte Jagdgebrauchshunde aus Leistungszucht wachsen nicht automatisch zu brauchbaren Jagdhunden heran. Erst durch Ausbildung und Einarbeitung werden aus gut veranlagten Hunden Jagdhunde, die tatsächlich im praktischen Jagdbetrieb brauchbar sind.
Für die praxisnahe Einarbeitung zur Bau-, Wasser- und Stöberjagd bedienen sich die Jäger in Deutschland seit vielen Jahren verschiedener bewährter tierschutzgerechter Methoden.

Nachsuche und Verlorenbringen

Das rasche Auffinden verletzter Wildtiere ist eine der wichtigsten Aufgaben des Jagdgebrauchshundes. Die Einarbeitung erfolgt für die Nachsuche auf Schalenwild auf künstlich angelegten Wundfährten oder für das Verlorgenbringen von Niederwild mit Hilfe von Schleppen.

Baujagd

In "Schliefenanlagen" (künstlich hergestellten Bauanlagen) soll der Hund das Absuchen des Baus, das Überwinden von Hindernissen und die Orientierung im Fuchsbau erlernen. Er soll durch Verbellen und Bedrängen den Fuchs ohne körperlichen Kontakt zum Verlassen des Baus bewegen.
Es muss sicher gestellt werden, dass der Hund mehrfach "Erfolg" am Fuchs hat, ohne Kontakt mit dem Dachs zu haben.
So wird der Hund auf den Fuchs konditioniert und lernt dadurch den Dachs im Jagdbetrieb zu ignorieren.

Wasserjagd

Die Ausbildung und Prüfung zur Nachsuche von Wasserwild erfolgt an einer vorübergehend flugunfähigen Ente (Methode Prof. Müller).
Die einseitig an den Schwungfedern mit einer Papiermanschette versehene Ente zeigt ein Verhalten, das dem Fluchtverhalten der kranken Ente am nächsten kommt (Wegschwimmen, sich Drücken und Tauchen).
Nach ca. 15 Minuten weicht die Papiermanschette auf und die Ente kann unbeschadet davonfliegen, sofern sie nicht vorher vor dem Hund erlegt werden konnte.
Während der Ausbildung darf der junge Hund maximal an 3 Enten eingearbeitet werden.
Nur nachweislich wesensfeste und gehorsame Jagdhunde dürfen überhaupt mit lebender Ente eingearbeitet werden.

Stöbern am Schwarzwild

Schwarzwild ist wehrhaft und dem Hund körperlich überlegen. Der Hund muss deshalb lernen, das Schwarzwild und die davon ausgehenden Gefahren richtig einzuschätzen.
Schwarzwildgatter sind dazu sehr gut geeignet. Sie geben dem Hund, aber auch dem Hundeführer, Gelegenheit Erfahrung zu gewinnen um sich richtig und zielorientiert am Wild zu verhalten.

Ausbildung und Prüfung von Jagdhunden dienen der tierschutzgerechten Jagd:

                       Effizientere Jagdmethoden stören das Wild weniger


                        Geringeres Verletzungsrisiko für an wehrhaftem Wild
                        eingearbeitete Jagdhunde

                        Bessere Nachsuchen (Wasser und Land) verkürzen mögliche
                        Leidenszeiten