JGV Winsen (Luhe) e.V.

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Stöberhunde


Stöberhund-Gruppe geplant


Mitglieder gesucht

Wir planen den Aufbau einer Stöberhundgruppe im JGV Winsen.

Die Idee kam mir, als ich in der vergangenen Drückjagd-Saison mehrfach erleben musste, dass dem Jagdherrn zu wenige brauchbare Hunde zur Verfügung standen und die Strecken deutlich hinter den Erwartungen zurück blieben.

Warum sollen wir da nicht im Vorfeld als Gruppe zur Verfügung stehen?

Anforderungen an die Hunde:

Mindestens erfolgreiche Brauchbarkeit für Niedersachsen, besser VPS bestanden
Lautjagend (Sicht- oder spurlaut)
Kurzjagend
Bogenrein

Die Hunde sollen im Einsatz von den Hundeführern begleitet und nicht vom Stand geschnallt werden.

Pro Hundeführer sollen jeweils maximal zwei Hunde geführt werden (Keine Meuten!)

Die Ausbildung der Hunde und ihrer Führer soll durch gegenseitigen Erfahrungsaustausch und durch externe Referenten erfolgen.

Interessierte Hundeführer melden sich bitte bei:

Marcus Wellmann
marcus.wellmann@web.de
Mobil: 0178 / 7895210                                                                                                                  Marcus Wellmann



Michael Kröger

Sangenstedter Dorfstr. 17
21423 Winsen (Luhe), Sangenstedt

kroeger.sangenstedt@gmx.de

Mobil: 0172 / 4509716


Don ist eine Alpenländische Dachsbracke im 6. Feld und jagt bevorzugt auf Hochwild im Wald, im Mais (keine Engsaat) und ggf. nach Abstimmung bzw. Revierbesichtigung in Schilf- oder sumpfigen Gebieten.

                                                                                                                 Michael Kröger mit Don



Stöberhunde bei der Arbeit


Flohmarkt in Ashausen. Tausende Besucher drängen sich an den Ständen und stöbern nach Schnäppchen und fetter Beute.

Als Verkäufer kann man dabei die unterschiedlichen Typen gut unterscheiden.

Da gibt es die launigen Besucher, die nur mal schauen . Und die guten Amateure, die hoch motiviert und mit viel Energie-Einsatz von Stand zu Stand hetzen und versuchen, an die guten Stücke zu kommen. Aber wirklich effektiv sind die Profis, die sehr zielgerichtet erkennen, ob sich der Aufwand lohnt, und die sehr schnell zum Abschluss kommen, ohne dass der Verkäufer sich wirklich gegen die schlagenden Argumente wehren kann.

Genauso arbeiten gute Stöberhunde.

Was ist Stöbern ?


Stöberhunde werden hauptsächlich auf Drück- oder Bewegungsjagden eingesetzt.

Aufgabe der Stöberhunde ist es, eigenständig in unwegsamen Gelände wie Dickungen, Maisfeldern oder Schilfinseln Hoch- und Niederwild zu suchen, zu finden und so in die gewünschte Richtung zu treiben, dass die vorgestellten Schützen sicher ansprechen und zum Schuss kommen können.

Diese Arbeit sollen die Hunde ohne die direkte Einwirkung des Führers ausdauernd und möglichst effektiv erledigen. Sie müssen also schnell entscheiden können, ob Wild steckt und wie es sich auf die Läufe bringen lässt.

Wenn sie auf Wild treffen, sollen die Hunde es laut bedrängen und so zum Verlassen der Einstände motivieren. Anschließend soll das durch den Fährtenlaut in Bewegung gehalten werden. Der Laut erleichtert es den Schützen, sich auf das anwechselnde Wild vorzubereiten.

Das Verfolgen des Wildes darf dabei aber nicht zur Hetze ausarten, daher ist das Verfolgen auf Sicht nicht tierschutzkonform.

Charakter des Stöberhundes

Ein gewisser Eigensinn sowie eine ausgeprägte Selbstständigkeit gehören zu den grundsätzlichen Charaktereigenschaften des Stöberhundes. Um seine Aufgabe zu erfüllen, ist besonders die Selbstständigkeit ein wichtiger Aspekt. Denn der Hund bewegt sich überwiegend ohne den direkten Kontakt zu seinem Hundeführer.

Stark ausgeprägt sein muss der Finderwille des Hundes. Denn er soll stöbern und suchen, ohne vorher durch Kontakt zum Wild motiviert worden zu sein.

Jagdliche Intelligenz und der angewölfte Laut gehören ebenfalls zu den erwünschten Eigenschaften. Und den meisten Stöberhunden ist ein gewisser Starrsinn nicht abzustreiten. Ohne den würde kein halbwegs intelligentes Tier in ein bürstendichtes Brombeerverhau eindringen, um eine Rotte Schwarzwild zu bedrängen.

Unerwünschte Eigenschaften

Überpassionierte Hunde, die das Wild direkt angehen, sind als Stöberhunde ungeeignet. Diese Hunde gefährden sich so sehr, dass die Tierarztkosten in keinem Verhältnis zur Jagdstrecke stehen.

Hunde, die sich nicht vom Führer lösen, tragen ebenfalls nicht zum Jagderfolg bei.

Das Gleiche gilt aber auch für weitgehende, überjagende Hunde. Es nützt nichts, wenn ein Hund mit dem ersten Reh am Horizont verschwindet, es dem Nachbarn vor die Büchse treibt und nach der Jagd glücklich und müde viele Kilometer weiter aufgegriffen wird wenn er unser dichtes Straßennetz überlebt.

Hier ist das bogenreine Jagen erwünscht.

Stummjagende Hunde zwingen das Wild zu permanentem Fluchtverhalten. Sichere Schüsse lassen sich dadurch nur in den seltensten Fällen anbringen, wodurch der gesamte Jagderfolg gefährdet wird. Der fährtenlaute Hund ist dagegen vom Wild ständig akustisch zu orten und wird so zu einer einschätzbaren Gefahr.

Und keinesfalls sollen Stöberhunde das gefundene, gesunde Wild stellen und packen. Jagden, auf denen die Hundeführer mehr Beute machen als die Schützen, haben die falschen Hunde eingesetzt. Dieses Problem taucht leider immer wieder bei schlecht ausgebildeten Meuten auf.


Geeignete Rassen

Der JGHV hat folgende Rassen als Stöberhunde anerkannt:

- Deutscher Wachtelhund
- English Cocker Spaniel
- English Springer Spaniel
- Welsh Springer Spaniel

Aber auch andere mittelhohe und fährtenlaute Hunde wie Terrier oder kurz jagende Bracken werden erfolgreich als Stöberhunde eingesetzt.

Hochläufige Hunde sind besonders in dichtem Bewuchs oder Mais weniger geeignet, da sie annehmendem Wild schwerer ausweichen können und so leichter geschlagen werden. Außerdem sind die Verletzungen bei diesen Hunden oftmals schwerer als bei Leichtgewichten.

Vielfach sieht man auf Jagden auch Apportier- oder Vorstehhunde, die zum Stöbern geschnallt werden. Auch wenn dies nicht zu ihren rassetypischen Aufgaben gehört, können diese Hunde Wild finden und in Bewegung bringen.

Aber hier schließt sich der Kreis zum Flohmarkt in Ashausen.